In Hammerbrook passiert mehr, als Hamburg mitkriegt.
Endlich schreibt es jemand auf.
Kein Behörden-Funk, kein Kiez-Klamauk: HAMMERBRONX ist Lokaljournalismus für Hamburgs unsichtbarsten Stadtteil.
Weil’s sonst keiner macht.
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KANAL BEITRETEN
DIE LÜCKE
7.000 Einwohner.
0 Aufmerksamkeit.
Ein Hausarzt für 6.943 Menschen. Keine Apotheke. Keine weiterführende Schule. Die Bevölkerung hat sich in zwölf Jahren mehr als vervierfacht, fast jedes zweite Kind wächst in Mindestsicherung auf, das Durchschnittseinkommen liegt knapp 13.000 Euro unter dem Hamburger Schnitt – und kein Medium fühlt sich für Hammerbrook zuständig.
Im Alltag bedeutet das: Wer krank wird, fährt nach St. Georg. Wer einkaufen muss, nach Borgfelde. Wer sein Kind aufs Gymnasium schicken will, muss nach Hamm. Hammerbrook funktioniert als Wohnort nur, weil seine Bewohnerinnen und Bewohner bereit sind, für fast alles außer Schlafen den Stadtteil zu verlassen. Und niemand thematisiert es.
Hammerbrook-Steckbrief
Stadtteil-Zahlen, die in keinem Neubau-Prospekt stehen
×4
Bevölkerung
seit 2012 vervierfacht:
von 1.700 auf 6.943
von 1.700 auf 6.943
46%
Kinderarmut
fast jedes zweite Kind
in Mindestsicherung
in Mindestsicherung
32
Durchschnittsalter
10 Jahre unter dem
Hamburger Schnitt
Hamburger Schnitt
0
Relevanz
für die Lokalmedien
der Hansestadt
der Hansestadt
Dabei wächst hier gerade ein Stadtteil, den es so vor zehn Jahren nicht gab. Wer heute nach Hammerbrook zieht, ist älter als die meisten Gebäude. Die Nachbarn kennen sich oft nicht – genau wie die Geschichte des Viertels, in das sie gezogen sind. Die Neubau-Prospekte zeigen Sonnenuntergänge am Mittelkanal, junges Wohnen, urbanes Quartier mit Wasserblick. Die Stadtteil-Statistik zeigt 46 Prozent Kinderarmut, die Lebensrealität eine soziale Infrastruktur, die nicht mitgewachsen ist.
Beides existiert in Hammerbrook gleichzeitig, im selben Straßenzug, manchmal im selben Treppenhaus.
Beides existiert in Hammerbrook gleichzeitig, im selben Straßenzug, manchmal im selben Treppenhaus.
Hamburg kennt bisher
nur eine davon.
Lokaljournalismus ist Infrastruktur, keine Nische.
Hammerbrook fehlt vieles: ein Discounter. Eine Apotheke. Eine weiterführende Schule. Orte, an denen die Menschen im Viertel zusammenkommen können. Und was jedem auffällt, sobald er herzieht: Es fehlt jemand, der das zum Thema macht.
Eimsbüttel hat die „Eimsbütteler Nachrichten“. Harburg bleibt dank „Harburg aktuell“ informiert. Die allermeisten Stadtteile werden von MOPO, Abendblatt und NDR versorgt. Hammerbrook nicht. Eine eigene journalistische Stimme hat dieser Stadtteil noch nie gehabt.
Und es wird nicht besser. Die wichtigsten Lokalrecherchen und Servicestücke im Abendblatt liegen seit mehr als 15 Jahren hinter der Paywall. Hyperlokale Projekte wie „HH-Mittendrin“ waren ihrer Zeit voraus und sind längst wieder eingestellt. Die MOPO erscheint seit zwei Jahren gedruckt nur noch einmal pro Woche als „WochenMOPO“.
Eine Entwicklung, die ganz Deutschland trifft. Die „Wüstenradar-Studie“ der Hamburg Media School zeigt: Medienvielfalt verschwindet – und mit ihr oft auch unabhängige lokale Kontrolle von Politik, Verwaltung und Wirtschaft. Die Rudolf Augstein Stiftung nennt Lokaljournalismus deshalb auch „demokratische Daseinsvorsorge“.
Für Hammerbrook hat es diese Versorgung noch nie gegeben. Aber: Informationen, die deinen Alltag betreffen, dürfen nicht fehlen – und gehören nicht hinter eine Paywall.
Eimsbüttel hat die „Eimsbütteler Nachrichten“. Harburg bleibt dank „Harburg aktuell“ informiert. Die allermeisten Stadtteile werden von MOPO, Abendblatt und NDR versorgt. Hammerbrook nicht. Eine eigene journalistische Stimme hat dieser Stadtteil noch nie gehabt.
Und es wird nicht besser. Die wichtigsten Lokalrecherchen und Servicestücke im Abendblatt liegen seit mehr als 15 Jahren hinter der Paywall. Hyperlokale Projekte wie „HH-Mittendrin“ waren ihrer Zeit voraus und sind längst wieder eingestellt. Die MOPO erscheint seit zwei Jahren gedruckt nur noch einmal pro Woche als „WochenMOPO“.
Eine Entwicklung, die ganz Deutschland trifft. Die „Wüstenradar-Studie“ der Hamburg Media School zeigt: Medienvielfalt verschwindet – und mit ihr oft auch unabhängige lokale Kontrolle von Politik, Verwaltung und Wirtschaft. Die Rudolf Augstein Stiftung nennt Lokaljournalismus deshalb auch „demokratische Daseinsvorsorge“.
Für Hammerbrook hat es diese Versorgung noch nie gegeben. Aber: Informationen, die deinen Alltag betreffen, dürfen nicht fehlen – und gehören nicht hinter eine Paywall.
Auch nicht in
20097 Hamburg.
Hammerbrook für die Hosentasche.
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Guter Lokaljournalismus fängt mit der Nachbarschaft an: Kennst du jemanden, der in Hammerbrook lebt oder arbeitet und noch von Updates aus dem Viertel abgeschnitten ist?

